Ushuaia

2. bis 12. März

Da sind wir also, am ADW! Netter gesagt, in der südlichsten Stadt der Welt. Die Stadt ist ganz stolz darauf, der südlichste bewohnte Ort der Welt zu sein. Genau genommen gibt es aber noch einen südlicheren – Port Williams in Chile. Der Unterschied: Port Williams ist (noch) keine Stadt. Auf jeden Fall sind wir nur gut 1000km weg von der Antarktis. Was sich auch am Wetter bemerkbar macht. Es ist Ende Sommer und hat um die 15 Grad. Wir haben Glück und die Sonne scheint so gut wie immer. Der Himmel hier hat auch verrückte Farben von tief- bis babyblau, die uns vorher so noch nie aufgefallen sind.
An das Leben in Südamerika müssen wir uns erst gewöhnen. Vor 10Uhr sieht man kaum einen auf der Straße, die Sonne geht 3 Stunden später unter und die normale Zeit fürs Abendessen ist 22 oder 23Uhr. Die andere Sache, die nicht ganz einfach ist, sind die Preise. So gut die argentinischen Rindersteaks auch sind, jeden Abend können wir uns dass nicht leisten, denn ein Bier kostet um die 4,50€ und ein Essen um die 15€. Ein Punkt bei dem wir Asien wohl vermissen werden.
In Ushuaia mieten wir uns über airbnb bei einem britischen/argentinischen Pärchen ein. Sie holen uns für einen guten Preis vom Flughafen ab, geben uns Tips was Wandern angeht und fahren uns zu den Wanderstrecken. Wir verbringen also ein paar Tage hier am Ende der Welt, genießen das gute Fleisch, eine Flasche Rotwein und vor allem die Ruhe und die Natur. Die Fjorde, das Meer und die Berge mit den vielen Seen sind unglaublich schön. Ein Highlight ist auf jeden Fall die Pinguininsel. Wir fahren mit einem Boot auf eine kleine Insel in der Nähe der Estancia Harberton. Eine Farm, mit britischen Wurzeln zu der viele Inseln gehören und man als Student der Meeresbiologie in Abgeschiedenheit während der Semesterferien studieren kann. Auf der Insel leben rund 21000 Magellanpinguine, Eselspinguine und zur Zeit auch drei Kaiserpinguine.
Von Ushuaia aus fahren wir nach Rio Grande und dann weiter nach Rio Gallegos. Auf der Fahrt dorthin müssen wir zwangsläufig für ein paar hundert Kilometer durch Chile fahren, denn es gibt keinen Land- und auch keinen Seeweg von Feuerland aufs Festland von Argentinien. Auf die Fähre über die Magellanstraße warten wir entspannte 7 Stunden. Am Ende sind wir eigentlich nur froh, dass überhaupt noch eine kommt.

2 Gedanken zu “Ushuaia

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